top of page

Ein kunstvoller Jahreskalender entfaltet sich, inspiriert von herausragenden Künstlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts, jede mit einem kraftvollen Zitat als Leitmotiv.

 

Camille Claudel (1864 – 1943) war eine herausragende französische Bildhauerin, deren künstlerisches Talent und Werke lange Zeit im Schatten standen. Schon früh zeigte sie großes künstlerisches Talent und zog mit 17 Jahren nach Paris, um bei Alfred Boucher zu studieren. 1882 trat sie in Auguste Rodins Atelier ein und arbeitete als Schülerin, Muse und Kollegin. Ihre Werke wie „La Valse“ und „L’Âge Mûr“ zeichnen sich durch technische Brillanz und emotionale Tiefe aus.

 

Historisch gesehen hatten Künstlerinnen wie Camille Claudel mit erheblichen Hürden zu kämpfen: Der Zugang zu Ausbildung und Ateliers war eingeschränkt, und gesellschaftliche Normen sahen Frauen primär im häuslichen Bereich. Claudel wurde oft nur im Kontext von Rodin wahrgenommen, wodurch ihre eigenen künstlerischen Leistungen lange unterbewertet blieben. Frauen mussten häufig unter männlichen Pseudonymen arbeiten oder ihre Werke Männern zuschreiben.

 

Camille Claudel litt an einer psychischen Erkrankung, insbesondere an einer Form der Paranoia, die zu zunehmendem sozialem Rückzug und Halluzinationen führte. Überzeugt von einer Verschwörung gegen sie, entwickelte sie starkes Misstrauen und Isolation. Ihr Bruder, der Dichter und Diplomat Paul Claudel, hielt sie für psychisch labil und war besorgt über ihre Gesundheit. Claudel wurde schließlich gegen ihren Willen in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, wo sie den Großteil ihres verbleibenden Lebens verbrachte. Dieser Zwangsaufenthalt führte dazu, dass viele ihrer Werke im Schatten blieben und erst spät die Anerkennung erhielten, die sie verdienten.

 

Die Kunstwelt des 19. und frühen 20. Jahrhunderts war von Geschlechterstereotypen durchzogen, die den Künstlerinnen den Zugang zu einer umfassenden Ausbildung und Anerkennung erschwerten. Die Serie „Kraft der Künstlerinnen“ soll nicht nur einen Blick auf die künstlerische Meisterschaft werfen, sondern auch auf die Herausforderungen, denen Künstlerinnen in vergangenen Jahrhunderten und bis heute gegenüberstanden. Eine Hommage an kraftvolle Frauen, die Barrieren überwunden haben, und eine Erinnerung an die fortwährende Relevanz ihrer Kunst.

Linoldruck „Camille“, Motiv April „Künstlerinnen“, limitierte Auflage

120,00 €Preis
inkl. MwSt. |
  • Linoldruck ist eine Hochdrucktechnik, bei der ein Motiv in eine Linoleum- oder Gummiplatte geschnitten wird. Nach dem Schnitzen wird die Platte eingefärbt und auf Papier oder Stoff gedruckt, wodurch ein wiederholbares Kunstwerk mit markanten Strukturen, Artefakten und zufälligen Farbeffekten entsteht. Der handwerkliche Prozess liefert einzigartige, plakative Drucke mit charakteristischer Textur.

     

    Beim mehrfarbigen Druck entstehen durch die Anlage per Hand leichte Passerungenauigkeiten. Dieser leicht irritierende Effekt verstärkt für mein Empfinden zusammen mit dem changierenden Farbauftrag die kraftvolle Wirkung des Motivs und unterstreicht die vielschichtige Persönlichkeit der Künstlerin. 

     

    Die Besonderheit dieses Druckes ist die Verwendung von Farbe mit schimmernden Goldpigmenten. 

    Er ist als Reduktionsdruck in limitierter Auflage von 15 Exemplaren hergestellt. Zuerst wurden die goldfarbenen Elemente gedruckt, die später weiß erscheinenden Teile sind herausgeschnitten. Nach dem ersten Druckvorgang muss die Farbe trocknen, danach habe ich die Platte weiter bearbeitet und nur noch die violett druckenden Elemente stehen gelassen. Dabei entsteht eine sogenannte „verlorene Platte“, also eine Linolplatte, die nur für einen einzigen Druckvorgang verwendet wird. Das macht jeden Druck einzigartig und besonders wertig. 

    Zwei Exemplare der Serie habe ich umgekehrt gedruckt, also Gold auf Purpur. 

    Die Drucke werden ohne Zubehör verkauft, Rahmen, Leisten etc. sind nicht im Lieferumfang enthalten.

bottom of page